Startschuss des Forschungsprojekts "EnerPrax"

Für Bürgermeister Wilfried Roos ist es das „ehrgeizigste Projekt im Bioenergiepark“ und Minister Remmel bezeichnet es als „Meilenstein“: Das Enerprax-Forschungsprojekt, mit dem die Fachhochschule Münster/Steinfurt am Standort in Saerbeck Strom-Speichertechnik auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen wird.
20170427 EnerPrax

Für Bürgermeister Wilfried Roos ist es das „ehrgeizigste Projekt im Bioenergiepark“ und Minister Remmel bezeichnet es als „Meilenstein“: Das Enerprax-Forschungsprojekt, mit dem die Fachhochschule Münster/Steinfurt am Standort in Saerbeck Strom-Speichertechnik auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen wird. Am Donnerstag, 27. April, fiel der offizielle Startschuss für das Forschungsvorhaben.

Speichertechnik, das ist der entscheidende Baustein auf dem weiteren Weg zum Ausbau der regenerativen Energien, so Landesumweltminister Remmel. Hier dürfe man jetzt nicht den Anschluss an die Entwicklung verpassen – deshalb komme das Forschungsprojekt in Saerbeck zur richtigen Zeit.  „Es geht darum, heute die Technologie zu entwickeln, die wir morgen benötigen“, so Remmel. Ziel sei die wirtschaftliche und großtechnische Nutzung der Speichertechnik. Remmel: „Ich freue mich auf die Erfahrungen aus Saerbeck.“

Prof. Dr. Christof Wetter erläuterte das Projekt, das innerhalb von drei Jahren erforschen soll, welche Speicher am besten geeignet sind, um regenerativ erzeugten Strom auch dann zur Verfügung zu stellen, wenn die Abnahme größer ist als die aktuelle Energieproduktion. Dabei geht es nicht nur um die Erforschung von verschiedenen Technologien, sondern auch um die Frage, wie groß die Speicher sein müssen und welche Technik wirtschaftlich ist. Das Forschungsprojekt geht diesen Fragen anhand maßstäblichen verkleinerten Anlagen nach; in drei Jahren, so die Schätzung von Professor Wetter, könnte dann eine Großanlage in Saerbeck stehen.

Bürgermeister Wilfried Roos bedankte sich für die Förderung des Projektes durch das Land und die Europäische Union, die das Vorhaben mit 1,7 Millionen Euro unterstützen. Besonders begrüßte Roos mit Kotaro Kawamata einen hochrangiger Vertreter der japanischen Botschaft in Berlin. Saerbeck will die engen Kontakte nach Japan nutzen, um auch bei der Speichertechnologie den Austausch zu pflegen. In den nächsten Monaten besucht erneut eine Delegation aus Japan Saerbeck, kündigte der Bürgermeister an.