Klimapartnerschaft mit Shinchi (Fukushima)

Shinchi 17

Der Abschluss einer Klimapartnerschaft zwischen Saerbeck und dem japanischen Shinchi rückt näher. Das zeichnet sich nach dem erneuten Besuch einer Delegation aus der japanischen Gemeinde in Saerbeck ab; in der vergangenen Woche hatte sich eine achtköpfige Gruppe im Dorf umgesehen. Die Besucher hatten sich ausschließlich für den zweitägigen Aufenthalt in Saerbeck aus Japan auf den Weg gemacht.

Für diese zwei Tage hatte die Klimakommune ein umfangreiches Programm zusammengestellt, bei dem die technische Seite der Projekte, aber auch die Bildungsarbeit vorgestellt wurde. Die Besucher besichtigten u.a. den Bioenergiepark und das Kompostwerk der EGST, ließen sich von Envitec die Biogastechnik vorstellen und präsentierten auch eigene Projekte. Shinchi will beim Wiederaufbau nach der Zerstörung durch das Erdbeben 2011 auf die lokale Energieerzeugung setzen und gehört zum Kreis der japanischen „Environmental Future Cities“. Saerbecker Projekte sollen hier ein Vorbild sein. „Besonderes Interesse hatten die Besucher an der Biogas-Technik und an unserer Energie-Genossenschaft“, berichtet Bürgermeister Roos.

Im September werden er und Klimakommune-Projektmanager Guido Wallraven nach Japan fliegen, um u.a. an einer Konferenz in Nagano teilzunehmen, bei der die lokale Produktion erneuerbarer Energien im Mittelpunkt steht. Im Rahmen dieses Besuches soll auch die Klimapartnerschaft mit Shinchi unterzeichnet werden. Die Kosten der Reise übernimmt die japanische Botschaft. Eine Klimapartnerschaft unterhält Saerbeck bereits mit Morris im US-Bundesstaat Minnesota.