Stadtradeln auf der Zielgeraden

Stadtradelstar Jens Keblat Für die Saerbecker STADTRADLER kommt die Zielgerade in Sicht – auch für STADTRADEL-Star Jens Keblat, der quasi der Botschafter der Aktion in Saerbeck ist. Bis zum kommenden Mittwoch ist Keblat, der im Grünen Zentrum beim Maschinenring Steinfurt-Bentheim arbeitet, ausschließlich auf zwei Rädern unterwegs; das Auto bleibt in der Garage. Keine ganz einfache Sache in den vergangenen ersten zwei STADTRADEL-Wochen, in denen der Wonnemonat Mai weitgehend ins Wasser fiel.
Jens Keblat nimmt’s gelassen und mit einem Augenzwinkern: „Es gab keinen Tag, an dem es zu heiß war, um Rad zu fahren.“ Und keinen Tag, an dem das Regenzeug unausgepackt in der Fahrradtasche bleiben konnte… Aber auch heftiger Niederschlag und fieser Wind holten Keblat nicht vom Rad; jeden Tag ging es mit dem Pedelec zur Arbeit und zurück nach Mesum, wo Keblat wohnt. Dazu schob der STADTRADEL-Star noch die ein oder andere Radtour ein, so dass knapp eine Woche vor Ende der Aktion 500 Kilometer auf dem Tacho stehen.


„Damit stehe ich hier im Maschinenring-Team noch nicht einmal auf dem ersten Platz, ein Kollege aus dem Haus macht immer noch ein paar Kilometer mehr“, so Keblat. Genau das liefert die richtige Motivation: „Es macht Spaß, weil die Mannschaft mitzieht.“ Das zahlt sich aus: Mit über 3900 geradelten Kilometern liegt das Team des Maschinenrings in der Saerbecker STADTRADEL-Tabelle auf Platz eins, mit etlichen Fahrrad-Längen Abstand vor den „Kilometermachern“, die 2873 Kilometer auf dem Zähler haben, dafür aber mit 319 Kilometern eine höhere Leistung pro Teilnehmer aufweisen. Die höchste pro-Kopf-Kilometerzahl haben aktuell die „Pättkesfahrer“ (532 KM). Wichtiger als die addierten Entfernungen ist für den STADTRADEL-Star aber der Teamgeist: „Wir in der Mannschaft sind überrascht, was für eine tolle Wirkung die Aktion hat.“


Noch bis zum Mittwoch, 2. Juni, können alle 163 Saerbecker STADTRADLER in 24 Teams etwas für ihr Kilometer-Konto tun. Ob es beim STADTRADEL-Star tatsächlich 1000 werden? „Im Stillen hatte ich mir das vorgenommen“, so Keblat, „aber das wird eng. Mal schauen, was ich noch schaffe.“ Immerhin machte er mit einer Radtour über die Baumberge bis an den Rand des Ruhrgebiets ordentlich Extra-Strecke. Dass das Radfahrer-Leben nicht immer Sonnenschein ist, erlebte er allerdings auch. Mal waren Ladesäulen nicht zugänglich, mal musste er, um einem etwas zu forschen Autofahrer auszuweichen, eine Vollbremsung hinlegen, dabei sprang der Antriebsriemen des Pedelec ab. „Und ich würde gerne mal wieder ohne schmutzige Schuhe ins Büro kommen“, lacht Keblat. Dafür stehen die Chancen in den nächsten Tagen nicht schlecht…