Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW für den Außerschulischen Lernstandort

Für den Förderverein Klimakommune Saerbeck kommt Weihnachten in diesem Jahr ein bisschen früher: 115 860 Euro an Fördergeldern hat die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW jetzt dem Verein zugesagt. Das Geld fließt komplett in den Aufbau des Außerschulischen Lernstandortes (ASL) im Bioenergiepark Saerbeck. Mit der Förderzusage im Rücken kann der ASL nun zum nächsten Schulhalbjahr an den Start gehen.

Am Außerschulischen Lernstandort sollen Schüler ergänzend zum Unterricht in der Schule lernen, wie Energiewende und Klimaschutz funktionieren - an den praktischen Beispielen der Großtechnik vor Ort ebenso wie in eigenen Experimenten. Eine größere Nähe zum Lernstoff ist kaum vorstellbar, was die besondere Attraktivität des ASL in Saerbeck ausmachen wird. Zugleich ist der ASL eine wichtige Plattform für den Bildungsauftrag des Saerbecker Klimaschutzkonzeptes.

Im Förderverein ist man mehr als zufrieden mit der Förderung durch die Stiftung, entspricht die Summe doch exakt dem Förderbedarf, den der Verein als Träger des ASL ermittelt hatte. „Jetzt geht es zeitnah an die Umbauten", freut sich Wilfried Roos als Vorsitzender des Fördervereins über die Entscheidung der Stiftung mit Sitz in Bonn.

Umgebaut werden die Gebäude 02 und 08 auf dem Gelände des Bioenergieparks. Die beiden ebenerdigen Gebäude im Eingangsbereich des BEP sind für den Schulbetrieb geeigneter als das ursprünglich vorgesehene zweite Stockwerk des ehemaligen Stabsgebäudes. Hier hätte man, um Barrierefreiheit zu erzielen, zunächst einmal einen Aufzug einbauen müssen, der einen Großteil der Fördersumme in Anspruch genommen hätte. So kam man auf die Idee, das Gebäude 02 und 08 zu nutzen, die nicht nur barrierefrei zugänglich sind, sondern auch, wegen des Zuschnitts der Räume, gut zum Konzept des Stationenlernens passen. Der Förderverein geht davon aus, dass der Rat auch diese Räumlichkeiten mietfrei dem ASL zur Verfügung stellen wird. „Der Rat hat das Projekt immer unterstützt, das war und ist ganz wichtig für die Umsetzung unserer Ideen", unterstreicht Johannes Dierker vom Förderverein.

Zur Fördersumme kommt der Eigenanteil des Fördervereins hinzu, zum Teil als Eigenleistung, zum Teil als Geldmittel. Beides summiert sich auf gut 30 000 Euro. Wenn der Umbau - hauptsächlich Wanddurchbrüche, Installations- und Malerarbeiten - abgeschlossen ist, steht die Einrichtung auf dem Programm (Möbel, Unterrichtsmaterial etc). Dann kann es losgehen. Im kommenden Schulhalbjahr soll der Pilotbetrieb beginnen, zum nächsten Schuljahr soll der Außerschulische Lernstandort in Saerbeck den Vollbetrieb aufnehmen - und den Gedanken des Klimaschutzes an die nächsten Generation weitergeben.