Newsletter der Klimakommune - Dezember 2014

Der Newsletter für Dezember ist da!
Rafael

Japan und die „Energiewende von unten

Tokio, Hokkaido, Fukushima: Drei Stationen der Japan-Reise von Wilfried Roos. Mit einer Delegation des Bundesumweltministeriums war Saerbecks Bürgermeister Anfang November eine Woche im Fernen Osten unterwegs. Anlass waren die zweiten japanisch-deutschen Biomasse-Tage an der Universität von Tokio. Saerbeck war auch in Japan ein gutes Beispiel für die „Energiewende von unten“. In vielen Diskussionszirkeln, Gesprächsrunden und Veranstaltungen stellte der Bürgermeister den Saerbecker Weg zur Energieautarkie vor. Auch die Presse berichtete, etwa die Zeitung Hokkaido Shimbun. Japan hat die Erneuerbaren Energien in den Fokus genommen, so der Eindruck des Bürgermeisters. Auf Hokkaido etwa arbeiten bereits Biogasanlagen, die allerdings nicht so leistungsstark sind wie zum Beispiel die SaerGas-Anlage im Bioenergiepark. Ein Problem ist auch die Gärrestbehandlung, hier konnte Roos anhand des SanaDur-Düngers eine Möglichkeit der Nutzung aufzeigen. Roos besuchte mit weiteren Delegationsteilnehmern Fukushima. Die Präfektur Fukushima will bis 2040 auf Erneuerbare Energien umsteigen; im kommenden Jahr wird eine Delegation aus Fukushima nach Nordrhein-Westfalen kommen und dabei auch Saerbeck besuchen. Ebenfalls angekündigt hat sich für 2015 eine Gruppe der „Bürgermeister für ein Japan ohne Atomenergie“.  

Energiestammtisch macht eine Pause

Im Dezember findet kein Energiestammtisch statt. Der neu eingerichtete Fotostammtisch trifft sich am Dienstag, 2. Dezember. stammtisch statt. Der neu eingerichtete Fotostammtisch trifft sich am Dienstag, 2. Dezember. Aus organisatorischen Gründen geht der Energiestammtisch im Dezember schon in eine Weihnachtspause, der turnusmäßige Termin am 1. Mittwoch im Monat findet also nicht statt. Im Augenblick werden die Termine für das kommende Jahr geplant; sobald es Konkretes gibt, wird der Newsletter die Planung vorstellen. Der neu eingerichete Fotostammtisch des Fördervereins findet statt, und zwar am Dienstag, 2. Dezember, um 19.30 Uhr in der Gläsernen Heizzentrale. Das erste Treffen im November hatte mit 14 Teilnehmern eine sehr gute Resonanz, entsprechend optimistisch wird nun das nächste Treffen vorbereitet. Inhaltlich geht es um die Vorstellung der Software Adobe Lightroom. Unkostenbeitrag: 3,50 Euro für Mitglieder des Fördervereins Klimakommune, wer nicht Mitglied ist, zahlt 7,50 Euro. Der Fotostammtisch ist ein offenes Angebot der Fördervereins Klimakommune. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Energiestammtisch ist ein offenes Angebot der Klimakommune. Die Teilname ist kostenlos, eine Anmeldung ist in der Regel nicht erforderlich. Der Stammtisch findet in der Regel in der Gläsernen Heizzentrale (Am Kirchplatz 13) statt. Termine und Themen können kurzfristig geändert werden. Bitte Tagespresse, Newsletter und den Internetauftritt der Klimakommune beachten!

115 860 Euro Förderung für den ASL

Mit 115 860 Euro fördert die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW den Außerschulischen Lernstandort (ASL) Im Bioenergiepark Saerbeck. Ende November hat der Förderverein Klimakommune die Förderzusage erhalten. Mit der Förderzusage im Rücken kann der ASL nun zum nächsten Schulhalbjahr an den Start gehen. Im Förderverein ist man mehr als zufrieden mit der Förderung durch die Stiftung, entspricht die Summe doch exakt dem Förderbedarf, den der Verein als Träger des ASL ermittelt hatte. "Jetzt geht es zeitnah an die Umbauten“, freut sich Wilfried Roos als Vorsitzender des Fördervereins über die Entscheidung. Die Gebäude 02 und 08 sollen, vorbehaltlich der Ratsentscheidung, umgebaut werden. Die beiden ebenerdigen Gebäude im Eingangsbereich des BEP sind für den Schulbetrieb geeigneter als das ursprünglich vorgesehene zweite Stockwerk des ehemaligen Stabsgebäudes. Hier hätte man, um Barrierefreiheit zu erzielen, zunächst einmal einen Aufzug einbauen müssen, der einen Großteil der Fördersumme in Anspruch genommen hätte. So kam man auf die Idee, die Gebäude 02 und 08 zu nutzen, die nicht nur barrierefrei zugänglich sind, sondern auch, wegen des Zuschnitts der Räume, gut zum Konzept des Stationenlernens passen. Der Förderverein geht davon aus, dass der Rat auch diese Räumlichkeiten mietfrei dem ASL zur Verfügung stellen wird. „Der Rat hat das Projekt immer unterstützt, das war und ist ganz wichtig für die Umsetzung unserer Ideen“, unterstreicht Johannes Dierker vom Förderverein. Zur Fördersumme kommt der Eigenanteil des Fördervereins in Höhe von gut 30 000 Euro hinzu (Eigenleistung und Geldmittel). Wenn der Umbau – Wanddurchbrüche, Installations- und Malerarbeiten – abgeschlossen ist, steht die Einrichtung auf dem Programm (Möbel, Unterrichtsmaterial etc). Im kommenden Halbjahr soll der Pilotbetrieb beginnen, zum nächsten Schuljahr soll der ASL in Saerbeck den Vollbetrieb aufnehmen.

Der Junge, der den Überblick hat

149 Meter, so hoch ist ein Windrad im Bioenergiepark Saerbeck. Rafael Trienen, 13-jähriger Schüler aus Saerbeck, war jetzt dort oben und hatte den ganz großen Überblick. Die Windräder und Rafael, das ist ein ganz besondere Geschichte. Der 13-jährige Junge fotografiert nämlich mit Begeisterung die Windriesen im BEP. Schon oft hat es eines seiner Bilder zum Foto der Woche auf der Internetseite der Gemeinde Saerbeck geschafft. Angefangen hat das beim Schautag Bioenergie im September 2013, als er die riesige Technik aus der Nähe bewundern konnte. Inzwischen hat er an die 500 Fotos gemacht. Da war der Weg nach oben mehr oder weniger vorgezeichnet. Die Klimakommune Saerbeck und der Geschäftsführer der Windpool Saerbeck GmbH, Dieter Ruhe, machten den Aufstieg auf das Windrad der Gemeinde ausnahmsweise möglich. Nach der Einweisung und technischen Erklärungen machte sich Rafael bereit: „Ich habe ein Geschirr angelegt, das sieht ein bisschen wie bei einem Bergsteiger aus, einen Helm musste ich auch tragen. Die Anlage war natürlich ausgeschaltet.“ Dann ging es mit Dieter Ruhe im Aufzug nach oben zum atemberaubende Panoramablick von der Gondel des Windrades. Höhenangst? „Nee, hatte ich nicht“, sagt Rafael ganz cool. Jetzt hat er ganz besondere Fotos in seinem Archiv.