Nur noch 6 Windkrafträder: Sinninger Feld

Eigentlich hätte der Gemeinderat einen Haken unter die Pläne zum Sinninger Feld machen wollen. Aber die Bezirksregierung und die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis Steinfurt wollen den letzten Schritt, die Entlassung einer Teilfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet, nicht gehen. Damit reduziert sich der bebaubare Grund von 85 auf 68 Hektar; und die Zahl der Windräder von sieben auf sechs: Eines sollte mit in dem besagten Gebiet gebaut werden, ein weiteres auf der Grenze.
Nur noch 6 Windkrafträder: Sinninger Feld

Eigentlich hätte der Gemeinderat einen Haken unter die Pläne zum Sinninger Feld machen wollen. Aber die Bezirksregierung und die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis Steinfurt wollen den letzten Schritt, die Entlassung einer Teilfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet, nicht gehen. Damit reduziert sich der bebaubare Grund von 85 auf 68 Hektar; und die Zahl der Windräder von sieben auf sechs: Eines sollte mit in dem besagten Gebiet gebaut werden, ein weiteres auf der Grenze.

In einer Tischvorlage für die Gemeinderatssitzung schreibt die Verwaltung: „Hinsichtlich der Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet wurden zwischenzeitlich mehrere Telefongespräche mit der Bezirksregierung geführt, um den Sachstand zu erfragen, da der Antrag bereits im November 2015 der Oberen Landschaftsbehörde mit der Bitte um Entscheidung vorgelegt wurde. Entgegen der telefonischen Aussagen der Oberen Landschaftsbehörde im Januar und auch noch am 15. März 2016, dass mit einer Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet gerechnet werden kann, hat die Obere Landschaftsbehörde telefonisch mitgeteilt, dass entgegen aller Erwartungen der Entlassung nicht zugestimmt werden kann und das Bauverbot im Bereich der landschaftsgeschützten Fläche somit erhalten bleibt.“ Und weiter unten ist zu lesen, dass sich Obere und Untere Landschaftsbehörde „vehement gegen die Entlassung der Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen haben“.

Was nicht nur den Bürgermeister erzürnt: „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen“, sagte er im Verlauf der Ratssitzung, „uns wollen sie die betroffene Fläche nicht für erneuerbare Energie entwickeln lassen, aber die Nachbargemeinde darf eine Seil- und Sommerrodelbahn bauen.“ Wilfried Roos meint damit das Tecklenburger „Projekt Bergbahnen“; die Festspielstadt soll nach einhelliger Auffassung des dortigen Rates Deutschlands nördlichste Seilbahn bekommen.

In Saerbeck soll der geänderte Entwurf zwei Wochen lang öffentlich ausgelegt werden, für Stellungnahmen nur für den geänderten Teil. Und Wilfried Roos gibt sich kämpferisch: „Glauben Sie jetzt nicht, dass ich in dieser Angelegenheit die Hände in den Schoß legen werde.“