Größere Windräder im Bioenergiepar

Die Ampeln stehen auf Grün: Der Rat der Gemeinde Saerbeck hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 6. Juni, den Weg frei gemacht für ein verändertes „Parkdesign“ im Bioenergiepark. Bislang waren hier sieben Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 135 Metern geplant. Im April 2012 erteilte der Kreis Steinfurt die entsprechende Baugenehmigung. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2012 sollte mit dem Bau begonnen werden. Aber: Forschung und Entwicklung im Windkraftbereich schreiten rasch voran und haben die Saerbecker Planungen beinahe überholt: Der Firma Enercon liegt inzwischen eine Typenprüfung für Windräder vom Typ „Enercon E 101“ mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einer Nennleistung von 3 MW vor.
„Die 14 Meter höheren Anlagen sind speziell für Standorte im Binnenland ausgelegt und erzielen schon bei geringen Windgeschwindigkeiten hohe Erträge. Es ist eine um 7.5 Prozent höhrere Rendite zu erwarten", erläuterte Bürgermeister Wilfried Roos den Mitgliedern des Gemeinderates den Sachverhalt. Um die höheren Fertigteiltürme im Bioenergiepark zu realisieren, muss der Bauantrag entsprechend ergänzt werden. Die im Bebauungsplan festgelegte Gesamthöhe der Windkraftanlagen im Bioenergiepark (210 Meter) wird nicht überschritten.

Einziger Wermutstropfen: Die Realisierung wird erst im 1. Quartal 2013 möglich - und das bedeutet wahrscheinlich eine um 1,5 Prozent niedrigere Einspeisevergütung für den erzeugten Strom. „Die Differenz wird durch die höhere Leistung der Anlagen mehr als aufgewogen, deshalb wird die zeitliche Verschiebung billigend in Kauf genommen", machte Bürgermeister den Ratsmitgliedern deutlich. „Alle sieben Investoren haben sich einverstanden erklärt", so Roos. Zu den Investoren gehören die Bürgergenossenschaft Energie für Saerbeck,  die Gemeinde Saerbeck selbst, die Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) sowie weitere lokale und regionale Akteure. Mit den vorbereitenden Arbeiten für die Windkraftanlagen wird in der zweiten Jahreshälfte begonnen.