kwk-Modellkommune

Riesige Freude im Rathaus: Saerbeck ist nun auch KWK-Modellkommune. Die Nachricht über den Erfolg im Landeswettbewerb um den Aufbau eines Nahwärmenetzes auf Grundlage der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ging am Donnerstagmorgen im Rathaus ein - und sorgte für Begeisterung und großen Jubel bei den Machern des Projektes.  Saerbeck ist eine von sechs Kommunen, die sich über die Auszeichnung KWK-Modellkommune freuen dürfen. Die Gesamtförderung beträgt 25 Mio. Euro.

„Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Jury mit unserem Konzept überzeugen konnten", sagt Bürgermeister Wilfried Roos. Eine große Rolle für die Entscheidung der Jury spielte nach Einschätzung des Bürgermeisters das große Interesse der Saerbecker an dem Projekt. „Wir haben die Bürger mitgenommen und von Anfang an in das Projekt eingebunden", ergänzt Guido Wallraven, „diese Art der Bürgerbeteiligung hat sicher mit den Ausschlag gegeben für Saerbeck."   Der Erfolg im Wettbewerb wurzelt in der breiten Unterstützung des Projektes durch die Bürger, so Wallraven. „Im Prinzip können wir uns bei allen Saerbeckern bedanken, die bei den Einwohnerversammlungen dabei waren und ihr Interesse an einem Anschluss bekundet haben", so Bürgermeister Roos. Bei drei Einwohnerversammlungen Anfang des Jahres war das Projekt vorgestellt worden.

Die Auszeichnung als KWK-Modellkommune ist, genau wie beim Titel Klimakommune, mit einer finanziellen Förderung des Landes zur Umsetzung des Projektes verbunden. Wie hoch diese ist und wann sie fließt, ist im Augenblick noch offen. Zunächst geht es jetzt darum, die Förderanträge zu stellen. Erste Gesprächstermine mit dem Forschungszentrum Jülich, das für das Land NRW das Projekt KWK-Modellkommune koordiniert, sind vereinbart worden. Erst nach der endgültigen Zusage über die Höhe der Förderung kann ein Termin für den Start der Wärmeversorgung mittels KWK in Saerbeck gegeben werden. Eins ist aber jetzt schon sicher: Das Nahwärmenetz in Saerbeck wird gebaut.