Förderbescheid Machbarkeitsstudie

Kurz vor dem Jahresende darf sich die Gemeinde Saerbeck über einen weiteren Förderbescheid freuen. 95 200 Euro stellt das Land NRW zur Verfügung, um eine Machbarkeitsstudie zu ermöglichen, die die Speicherung von Ökostrom aus dem Bioenergiepark untersuchen soll, und zwar mittels des Power-to-Gas-Verfahrens. „Machbarkeitsstudie zur Energietransformation und -speicherung am Standort Bioenergiepark Saerbeck", so lautet die Formulierung im Zuwendungsbescheid. „Das ist eine schöne Sache", freut sich Bürgermeister Roos über die Unterstützung des Landes NRW.

Die Studie soll herausfinden, wie die im Bioenergiepark erzeugte Energie gespeichert werden kann, um auch in den  Zeiten, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint,  klimafreundlichen Strom zur Verfügung zu haben. „Angeregt hat die Studie das Unternehmen Gelsenwasser, wir sind Projektträger und führen sie durch. Der Bioenergiepark ist hier erneut ein Referenzobjekt", betont Roos den Stellenwert, den Saerbeck inzwischen bei den Klimaschutz-Akteuren im Land genießt.

Die Machbarkeitsstudie soll wissenschaftlich fundiert die konkrete Situation vor Ort untersuchen und Szenarien durchspielen. Roos: „Eine Frage wird zum Beispiel sein:  Wie lässt sich so ein Projekt wirtschaftlich darstellen?"  Die Studie könnte der erste Schritt sein zu einer Pilotanlage im Bioenergiepark, so Roos.  Speichertechnologie ist ein Schlüssel, um die faktische Selbstversorgung der Gemeinde mit elektrischem Strom aus dem BEP zu erreichen. Beim Power-To-Gas-Verfahren wird Strom aus regenerativen Quellen genutzt, um per Elektrolyse Wasserstoff und in einem zweiten Schritt Methan zu erzeugen.  Methan lässt sich im Erdgasnetz speichern, bei Bedarf wieder in elektrische Energie umwandeln oder etwa zum Betrieb eines Blockheizkraftwerkes verwenden. Diese Technik kommt zum Beispiel in Frage für das geplante KWK-Netz in Saerbeck, so Roos.

Der nächste Schritt ist nun die Ausschreibung für die Erstellung der Studie, dann wird der Auftrag erteilt.  Roos rechnet damit, dass die Arbeiten der Wissenschaftler im ersten Quartal 2014 beginnen können.