Klärschlammmonoverbrennungsanlage

Durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (West mbH) hat die GWE Wärme- und Energietechnik, Gütersloh, im Kreis Steinfurt Anfang des Jahres 2016 nach einem geeigneten Standort zur Errichtung einer Klärschlammmonoverbrennungsanlage gesucht. Anlass für die Standortsuche einer entsprechenden Anlage ist, dass in den nächsten Jahren die Gesetzeslage des Bundes geändert wird, so dass die bisher übliche „Mitverbrennung“ des Klärschlamms, z.B. in Kohlekraftwerken (z.B. Kraftwerk Ibbenbüren) und Zementwerken (z.B. Dyckerhoff Lengerich) nicht mehr möglich ist. Insbesondere wird die gesetzlich geforderte Rückgewinnung des im Klärschlamm vorhandenen Phosphors wegen der Vermengung mit den Aschen anderer Stoffe nicht mehr möglich sein, so dass –auch nach Rücksprache mit dem MKULNV, Düsseldorf, landesweit entsprechende Anlagen geplant sind. Insbesondere steht die bisher in einigen Regionen noch mögliche landbauliche Verwertung des Klärschlamms vor dem Verbot.

Von der Geschäftsführung der GWE (Wärme- und Energietechnik GmbH & Co. KG Gütersloh) wurde ein Konzept für eine Klärschlammmonoverbrennungsanlage am Standort des Bioenergieparks Saerbeck erarbeitet. Das Genehmigungsverfahren nach der 17. BImSchG läuft zurzeit.

Am Mittwoch, dem 01.03.2017 fand um 19.00 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Klärschlammverbrennung im Bürgersaal des Bürgerhauses statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat Herr Prof. Dr. Peter Quicker von der RWTH Aachen als Experte und unabhängiger Sachverständiger zur Klärschlammmonoverbrennung einen Vortrag gehalten und Fragen beantwortet.

Der Vortrag ist auf äußerst positive Resonanz gestoßen und hat in der Bevölkerung zu einer hohen Anerkennung geführt. Insbesondere konnten viele Bedenken und Ängste bezüglich der Klärschlammverbrennung zerstreut werden.

Für alle Interessierten gibt es die gesamte Präsentation mit allen relevanten Informationen hier zum Download:

Vortrag Monoverbrennungsanlage