Zweiter Spritsparwettbewerb

Eine ganz besondere Attraktion hatte die Saerbecker Kirmes am Sonntag zu bieten: Wer sich von der Lindenstraße aus auf den Weg zum Kirmesbummel machte, kam an einem ungewöhnlichen „Fahrgeschäft“ vorbei. Das Team des Energiestammtisches der Klimakommune erwartete am Eingang der Kirmes alle Spritsparer, und solche, die es werden wollten, zum zweiten Spritsparwettbewerb. „Eine schöne Fahrt, eine tolle Fahrt“ – ganz so wie es vom benachbarten Autoscooter tönte, das konnten auch die Spritfahrer erleben.
Spritsparwettbewerb
Ist es möglich, nagelneue Fahrzeuge mit einem durchschnittlichen Verbrauch von unter fünf Litern über eine anspruchsvolle Strecke zu steuern und damit das Klima und den eigenen Geldbeutel zu schonen? „Klar, das können wir schaffen, wir haben ja schließlich beste Unterstützung“, waren sich die 18 hoch motivierten Fahrerteams sicher, die beim zweiten Spritsparwettbewerb der Klimakommune im Abstand von einer halben Stunde starteten. Jeweils zwei Spritsparfüchse hatten sich zu einem Eco-Team zusammengeschlossen und gingen, begleitet von den erfahrenen Fahrlehrern Klaus Milbraz (Fahrschule Kowal) und Reinhard Schwarz (Fahrschule Alte Post), auf Spritspartour von Saerbeck aus über Hembergen, Greven und Ladbergen zurück nach Saerbeck. Das Autohaus Berkemeier stellte dazu einen Opel Meriva und das Autohaus Richter einen Ford S-Max für den Wettbewerb zur Verfügung, gute Ratschläge gab‘s auch von Hedda Thier vom ADAC.

 
Spritsparwettbewerb

Und wie funktioniert das Spritsparen? „Den Wagen ohne Gas starten und sofort nach dem Anfahren in den zweiten Gang schalten.“ Gleich die erste Ansage des Fahrlehrers überrascht. Weiter die Emsdettener Straße entlang fahren. „Und schon wieder schalten, den Motor nicht zu hoch drehen lassen. Und jetzt nur rollen, Fuß vom Gas.“ In den Kreisverkehr einsortieren und schon wieder die Geschwindigkeit halten. Die Verbrauchsanzeige macht schnell deutlich, welche Aktionen des Fahrers Sprit kosten und wann der Motor fast ohne den teuren Saft auskommt. Ehrgeizig sind alle Fahrerteams bemüht, unter der magischen Fünf-Liter-Marke zu bleiben. Den meisten Sparfüchsen gelingt’s und eine große Anzeigentafel am Start- und Zielpunkt zeigt: Spritsparen ist keine Hexerei. Selbst 4,4 und 4,5 Liter Durchschnittsverbrauch können erreicht werden. Gewertet wurde der Spritsparwettbewerb in getrennten Ford- und Opelstaffeln. Auf Ford siegte das Team Peter Book/Robert Laumann vor Astrid Coersmeier/Sabine Müller und Christian Ahmann/Sebastian Ahmann. Im Opel hatte das Spritsparteam Denise Klimek/Vanessa Schwarz die Nase vorn vor Marcus Hörsting/Oliver Holz und Ludger Coersmeier/Lukas Coersmeier. Sie dürfen sich über ein Navigationsgerät, ein Wochenende im Spritsparauto, ein Fahrsicherheitstraining und Bildbände freuen. Gewonnen aber haben natürlich alle Teams – nämlich an bester Spritsparerfahrung.

„Eine tolle Veranstaltung“, wertete auch Johannes Dierker, Leiter der CAJ-Werkstatt-Bildungsstätte Saerbeck und Mitglied des Vorbereitungsteams des Energiestammtisches der Klimakommune die zweite Auflage des Spritsparwettbewerbs als großen Erfolg und lud alle Spritsparteams ein, sich den Termin für die Neuauflage des Wettbewerbs schon mal vorzumerken: Treffpunkt Lindenstraße am Kirmessonntag 2011.