European Energy Award in Gold für Saerbeck

26 Kommunen und zwei Kreise aus NRW erhielten am 13. Januar 2011 in Bottrop den European Energy Award®. Die Auszeichnung nahm der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Johannes Remmel, vor. Laudatorin für die 28 Preisträger war die Kabarettistin Anka Zink. Über 100 Kommunen und Kreise in NRW unterziehen sich, organisiert von der EnergieAgentur.NRW, dem kontinuierlich kontrollierten Energiemanagement im Rahmen des EEA®.
EEA 2011

Saerbeck - NRW-Klimakommune der Zukunft 

Die Gemeinde Saerbeck hat per Ratsbeschluss im Juli 2008 entschieden, die Energieversorgung der gesamten Gemeinde auf regenerative Energien und nachwachsende Rohstoffe umzustellen und damit einen nachhaltigen und umfassenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Erklärtes Ziel ist, bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen: In der Gemeinde soll dann so viel Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen werden, wie hier verbraucht wird. Eingebunden ist die Gemeinde in den „Zukunftskreis Steinfurt“, der anstrebt, bis 2050 energieautark zu sein.

Die Erfolge der aktiven, jahrelangen Bemühungen um den Klimaschutz sind bereits messbar: Bis Ende 2007 haben sich die gemeindeverantwortlichen CO2-Emissionen schon um ein Viertel reduziert. Seit März 2009 ist die Gemeinde Saerbeck NRW-Klimakommune der Zukunft. Sie hat unter dem Leitbild: Global denken – lokal handeln Vorbildfunktion übernommen für erfolgreiches, kommunales Engagement im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung und ein integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept erarbeitet.

Im Leitprojekt „Saerbecker Sonnenseite“ hat eine Studie die Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien im privaten und gewerblichen Gebäudebestand in den Blick genommen.

Den Kern des Leitprojektes „Saerbecker Einsichten – erneuerbare Energien transparent gemacht“ bildet eine gläserne Heizzentrale, die ein Nahwärmenetz beliefert und regenerative Energien mit einem innovativen Umweltbildungskonzept „erlebbar“ macht (Energie-Erlebnis-Pfad).

Zentrales Element des dritten Leitprojektes „Steinfurter Stoffströme – der Kreis schließt sich“ ist die Entwicklung des 90 Hektar großen Geländes eines ehemaligen Munitionsdepots zu einem Bio-Energiepark. Geplant sind Photovoltaikanlagen auf den 70 Bunkergebäuden sowie Windenergieanlagen. Hinzu kommen Biogasanlagen, die neben der Produktion von Biogas auch die Veredlung der anfallenden Gärreste in hochwertige und transportwürdige Düngemittel vorsehen. Es entsteht ein Kompetenzzentrum Bioenergie, zu dem Forschungseinrichtungen (FH Münster) ebenso gehören wie die Umweltbildung (Energie-Erlebnis-Park).

 

 

 

Hier finden Sie den Filmbeitrag der Energieagentur NRW von der Preisverleihung am 13.01.2011