„An Saerbeck kommt man nicht vorbei“ – Leon Grabandt ist Klimakommune-Praktikant
Wie kommt man von Neumünster nach Saerbeck? Ab auf die Autobahn, nach gut 310 Kilometern in Ladbergen runter und dann ist man auch schon fast da. Es geht aber auch so: Erst nach Kanada. Dann nach Göttingen, von dort weiter nach Münster. Von Münster ist es ein Katzensprung nach Steinfurt und dann ist man quasi schon in Saerbeck.
Umweg? Nein, ganz im Gegenteil. Leon Grabandt ist genau dort, wo er hin wollte, nämlich im Zentrum der Energiewende. Bis kurz vor Weihnachten war er Praktikant der Klimakommune Saerbeck. Wie das ist? „Eine coole Sache“, sagt Leon Grabandt (27).
Dabei hat der Student schon einiges gesehen. Work-and-Travel nach dem Abitur in Kanada. Dann nach Göttingen zum Studium des Wirtschaftsingenieurswesen mit dem Schwerpunkt Energietechnik. „Da hatte ich aber schon die Fachhochschule Münster im Blick. Außerdem habe ich in Göttingen einige Leute aus Münster kennengelernt, die mir viel von der Stadt erzählten“, sagt Leon Grabandt. Mit dem Bachelor-Abschluss in der Tasche wechselte Leon an die FH Münster mit dem Standort Steinfurt. Im Masterstudium Energietechnik steht er jetzt kurz vor der Abschlussarbeit.
Ein Praktikum ist da gar nicht mehr nötig. Warum macht er es trotzdem? „Wenn man an der FH studiert und sich für Erneuerbare Energien interessiert, kommt man an Saerbeck nicht vorbei. Ich kenne keinen anderen Ort, wo so viel gemacht wird.“ In den zwei Monaten des Praktikums hat er in viele Bereiche der Klimakommune hineingeschnuppert, ein großes Projekt war dabei die Wärmeplanung. Sein Fazit: „Das Engagement hier ist beeindruckend. Man muss die Bürger mitnehmen, das ist der Schlüssel.“